Pinguine
Königs- und Eselspinguine

Königspinguine, die Wappentiere des Wuppertaler Zoos, werden nur selten in Zoologischen Gärten gepflegt. In Nordrhein-Westfalen ist Wuppertal der einzige Zoo, der diese Pinguinart zeigt. Die ersten Königspinguine kamen 1975 in den Wuppertaler Zoo. Aus den 12 Tieren, die damals über Südafrika und Holland nach Wuppertal kamen, entwickelte sich eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in Europa. Regelmäßig werden hier junge Königspinguine aufgezogen.

Neben den Königs- werden auch Eselspinguine im Wuppertaler Zoo gepflegt. Bereits 1975 gelang in der alten Pinguinanlage die erstmalige Zucht von Eselspinguinen in einem deutschen Zoo. Nach einer mehrjährigen Haltungspause ermöglichte der Bau der neuen Pinguinanlage die Rückkehr dieser attraktiven Pinguinart. Die Tiere, die Anfang 2009 nach Wuppertal kamen, stammen aus der weltgrößten Zuchtgruppe im schottischen Zoo Edinburgh.

Die neue Anlage für Königs- und Eselspinguine wurde von der Vorwerk & Co. KG, Gründungsmitglied des Zoo-Verein Wuppertal e.V., anlässlich des 125jährigen Firmenjubiläums 2008 finanziert. Sie ist eine der größten und modernsten Pinguinanlagen in Europa.

Den Tieren stehen eine großzügige Landfläche von etwa 100 m2 und ein Becken mit etwa 220 m3 Wasserinhalt zur Verfügung. Durch aufwändig gefertigte Kunstfelsformationen ist die Anlage sehr naturnah gestaltet. Der Landteil wurde den Anforderungen der Pinguine angepasst, die sich an Land nur gemächlich fortbewegen. Modernste Beleuchtungs- Lüftungs-, Entkeimungs- und Kühltechnik sorgt für das richtige Klima zur Haltung dieser empfindlichen Vögel, die auf den subantarktischen Inseln beheimatet sind.

Der besondere Clou der neuen Anlage ist der 15 Meter lange Acrylglastunnel unter der Wasseroberfläche. Hier können Zoobesucher die erstaunlichen Schwimm- und Tauchkünste der Pinguine aus einer ganz außergewöhnlichen Perspektive bewundern. Diese besondere Attraktion ist bei Pinguinen weltweit einmalig!
Brillenpinguine

Brillenpinguine sind die einzige Pinguinart, die in Afrika lebt. Ihre Heimat sind die Küsten Südafrikas und Namibias. Auf der Kap-Halbinsel im Stadtgebiet von Kapstadt sind sie Kulturfolger, die sogar in Hausgärten von Villen brüten.
Auf den ersten Blick unterscheiden sich die einzelnen Brillenpinguine kaum. Anhand der Punkte auf ihrem Bauch lassen sie sich jedoch mit etwas Übung individuell erkennen.

Die neue Brillenpinguinanlage ist einem Strandabschnitt ihrer südafrikanischen Heimat nachempfunden.
Felsen, Sand, Büsche und niedrig bewachsene Bereiche geben einen Eindruck vom natürlichen Lebensraum der Brillenpinguine und bieten den Vögeln genügend schattige, höhlenartige Plätze für ihr Brutgeschäft.

Durch große Beobachtungsscheiben bietet die Anlage auch einen Einblick in den Lebensraum Meer, in dem die Brillenpinguine einen großen Teil ihres Lebens verbringen. Die Besucher können den Pinguinen hier beim "Fliegen" im Wasser zusehen.
Zwergpinguine

Ende Juni 2011 bezogen 30 Zwergpinguine aus der Nachzucht des Taronga Zoo in Sydney, Australien, ihre neue Anlage im Zoo Wuppertal. Es ist bereits die vierte Pinguinart, die im Wuppertaler Zoo gepflegt wird. Zur Zeit sind sie die einzigen Zwergpinguine in Europa.

In der Zwergpinguinanlage, in der von 2007 bis 2009 übergangsweise die Königspinguine untergebracht waren, wurde mit Kunstfels eine Strandlandschaft mit Bruthöhlen gestaltet. Eine Klimaanlage sorgt für eine konstante Temperatur von 20 ° C, bei der die kleinen Pinguine sich wohl fühlen.

Zwergpinguine, die mit Abstand kleinsten Pinguine, stammen von den Südküsten Australiens und aus Neuseeland. Sie leben in großen Kolonien und nisten paarweise in Felsspalten, unter Baumwurzeln oder in selbst gegrabenen Erdlöchern, mitunter sogar unter Wohnhäusern oder Brücken. Tagsüber sind sie sehr scheu und vorsichtig.
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